Terre di Faenza
“Terre
di Faenza” ist ein Territorium, eine Gesamtheit von Orten,
in denen Städte und Vorstädte jenen Dualismus des typischen
Geistes der Einwohner aus der Romagna zum Ausdruck bringen. Auf
der einen Seite besteht die Üppigkeit der Individualität
und der einzelnen Realitäten fort, die fast in einem Lokalpatriotismus
mündet, auf der anderen jener starke gemeinsame Nenner der
Lebensqualität, der alle Grenzen überschreitet und
aus Gastlichkeit und Solidarität in ihrer Spontaneität
selbstverständliche Verhaltensweisen macht. Die “Terre
di Faenza” können einer sie durchquerenden Ringstrecke
folgend durchstreift werden, wobei wie die Perlen einer Kette
aufeinander folgen: Faenza, die antike Stadt, in der Kunst und
Eleganz auf den ersten Hängen liegend, ausruhen Brisighella,
deren Umrisse mit den schroffen Linien der Felsen verschwimmen,
von denen es eingefasst wird, Casola Valsenio, der auf den Hügeln
gelegene Schrein einer Vielzahl von Heilkräutern, Riolo
Terme, als Hüter von aus den Mäandern seiner Gipsader
hervortretenden Thermalquellen, Castel Bolognese, ein stolzes
Bollwerk, wo elegante Kunstwerke aus Bronze, edle Winkel verschönern,
sowie Solarolo, ein Hügel, der zur Ebene wird, und eine
antike Geschichte, die zur Gegenwart wird. Traditionen, Kultur,
Lebensqualität: dies sind keine voneinander getrennten Elemente,
sondern die natürliche Fortsetzung des einen durch den anderen,
in einem Zyklus der Kontinuität, in dem es leicht ist, sich
durch den Kontakt mit den Einwohnern dieser Orte einzufügen.
Es handelt sich um eine niemals oberflächliche Beziehung,
die eine Verwandlung desjenigen ermöglicht, der sie als
einfacher Beobachter und zudem wesentlicher Teil einer Gesamtheit
erlebt, die die nachteiligen Aspekte einer gewissen Modernität
ignoriert, ohne deshalb der Zeit fern zu bleiben. Kommunikativität
und Freundlichkeit, die man in den raffinierten Hotels oder in
den ruhigeren Agrartourismen verspüren kann, haben so die
gleichen Wurzeln in Freude und Wärme, die aus den Festen,
Jahrmärkten und Messen hervorgehen, bei denen die kleinen
Städte und Vorstädte aufleben. Dabei handelt es sich
um Gelegenheiten, bei denen stolz Speisen und Weine dargeboten
werden, die dieses Gebiet zu einem Ziel des Genusstourismus verwandelt
haben. Auf diesem Wege gelangt man zu einem idealen Schlüssel
zur Interpretation eines Ortes, der seit Jahrhunderten eine Übereinkunft
mit seinen Einwohnern geschlossen hat, indem er seine Gunst zeigt
und sich im Gegenzug den Respekt und die Verbundenheit derer
verdient, die hier wohnen und sich eifersüchtig dem Schutz
seiner Unversehrtheit widmen.
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