Casola
Valsenio ist eine eindrucksvolle Stadt des oberen Senio-Tals in
der Nähe jenes Teils der Provinz von Florenz, der an die zur
Adria gelegenen Seite des Apennins grenzt: die so genannte Romagna-Toskana.
Das Gebiet wurde Anfang des Jahres Eintausend durch die Benediktiner
besiedelt, die dort die Abtei von Valsenio errichteten und somit
der zivilen und wirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes einen
ausschlaggebenden Impuls verliehen. Die erste, auf einem Hügel
neben der Kirche “Chiesa di Sopra” gelegene Ansiedlung
wurde durch die Einwohner von Faenza 1216 eingenommen und zerstört.
Die Überlebenden waren gezwungen, sich weiter unten im Tal
niederzulassen und gründeten die heutige Vorstadt. Die eigentliche
Neigung von Casola Valsenio gilt jedoch den Heilkräutern,
die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Wiesen gesammelt,
getrocknet und verkauft wurden. 1938 begann der junge Augusto Rinaldi
Ceroni deren Anbau zu erproben. Dieser Versuch gedieh so weit,
dass er sich 1974 zu einem wahrhaftigen botanischen Garten für
Heilkräuter verwandelte, wo auf mehr als 4 Hektar mehr als
400 Kräuterarten angebaut werden. Heute bildet der Kräutergarten “Augusto
Rinaldi Ceroni” einen wichtigen Bezugspunkt für die
gesamte Welt der Wissenschaft und für diejenigen, die sich
im Rahmen ihrer Arbeit oder Hobbys mit diesen Pflanzen beschäftigen.
Er verfügt über ein Dokumentationszentrum, Labors und
Duft-Bibliothek, Bietet didaktische Rundgänge, Führungen
und eine fachliche Beratung. Man kann Pflanzen, Samen und Erzeugnisse
kaufen oder einfach durch die schön bepflanzten Terrassen
spazieren und dabei eine magische und duftende Atmosphäre
atmen. Die Straße des Lavendels, die Brisighella mit dem
Santerno-Tal über Casola Valsenio verbindet, verläuft
zwischen reizvollen Landschaften und bezaubert durch ihren violetten
Blütenbestand. Auf der Straße der Pflanzen von Einst,
die zur Burg Monte Battaglia führt, sind noch antike Arten
seltener Obstbäume zu finden. Der “Cardello”,
ein antikes Fremdenhaus der Abtei von Valsenio, das heute als Museum
genutzt wird, war lange Zeit bevorzugter Aufenthaltsort des Schriftstellers
Alfredo Oriani (1852-1909). Die Ereignisse, durch die die Vorstadt
belebt wird, sind eng mit dem Territorium, seinen Erzeugnissen
und seiner Kultur verbunden: Erbeinfiore, der Abendliche Kräutermarkt
und das Fest der Vergessenen Früchte. In Mitten des Grüns
gelegen und Ziel eines Tourismus, der die Schönheiten von
Umwelt und Natur zu schätzen weis, ist Casola Valsenio eine
glückliche Oase, der es gelungen ist, ihre Isolierung von
einst in einen edlen Wert für ihre Einwohner zu verwandeln,
der mit Großzügigkeit und Freundlichkeit den Gästen
zur Verfügung gestellt wird.

Links von Interesse:
Comune di Casola Valsenio:
www.comune.casolavalsenio.ra.it
Hotel Corona:
www.hotelanticacorona.com
I Casolari delle Erbe:
www.icasolaridelleerbe.com
Strada del Sangiovese – Strada dei Vini e dei
Sapori delle Colline di Faenza:
www.stradadelsangiovese.it
Il Giardino delle Erbe:
www.ilgiardinodelleerbe.it
Corolla delle Ginestre:
www.racine.ra.it
Ristorante Fava:
www.ristorantefava.it
Vena del Gesso:
www.venadelgesso.it
Comunità Montana dell'Appennino Faentino:
www.comunitamontana.ra.it
Provincia di Ravenna:
www.racine.ra.it
Camera di Commercio di Ravenna:
www.ra.camcom.it
Regione Emilia-Romagna:
www.emiliaromagnaturismo.it
Unione di Prodotto Città d'Arte:
www.cittadarte.emilia-romagna.it
Unione di Prodotto Appennino e Verde:
www.appenninoeverde.org
Unione di Prodotto Terme:
www.emiliaromagnaturismo.it APT
Emilia-Romagna:
www.apt.emilia-romagna.it
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